No yogi left behind – Mein Fazit des Yoga Teacher Training im Flow Mannheim

Genau heute vor vier Wochen wachte ich morgens auf und wusste: „Ja, du bist jetzt ausgebildete Yogalehrerin!“ und mich durchströmte ein unglaubliches Gefühl von Glück und Stolz. Tatsächlich war Stolz vorherrschend, weil ich mein Leben lang dachte, das alles mit Bewegung „nun mal einfach nichts für mich ist“. Das war die Rückmeldung, die ich jahrelang von Lehrern und Mitschülern bekommen hatte und obwohl meine Schulzeit lange vorbei ist, bin ich immer noch dran, dieses Gefühl von damals wieder zu kitten. Auf diesem Weg war mein erster (und bisher einziger ;)) Halbmarathon enorm wichtig und meine Yoga-Ausbildung auch.

flow_yogalehrerin

Mein glückliches Gesicht nach der Zeremonie 🙂

Obwohl meine primäre Motivation immer war, dass ich unterrichten und das Wohlgefühl von Yoga weitergeben möchte, habe ich die Ausbildung also doch auch ein stückweit für mich selbst getan. Und genau aus diesem Stolz heraus weinte und tanzte ich ausgelassen, nachdem ich diese Urkunde endlich in den Händen hielt. Sorry to curse, but: I FUCKING DID IT! 🙂

Meine Ausbildung ging über acht Monate, jeweils an einem Wochenende im Monat von Freitagmorgen bis Sonntagabend. Etwas Abschließendes zum Yoga Teacher Training zu sagen, ist schwer, denn es war eine Erfahrung, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Tatsächlich war es so: Gestartet sind wir als Gruppe von 20 Fremden und auseinander gegangen sind wir als Familie mit zwei Müttern (Ann und Isa), einem Vater (Wade) und sogar einem Geschwisterchen, das während unserer Ausbildungszeit geboren wurde (Isas Sohn Joris!) Dazwischen lagen acht Monate, in denen wir gemeinsam über uns selbst hinauswuchsen, lachten, bis die Tränen kamen, weinten, weil Verdrängtes hochkam, Altes hinter uns ließen und Neues eroberten. An jedem Wochenende wurde mindestens einmal geweint, es wurden Jobs gekündigt (auch meiner), Beziehungen gelöst und Wohnungen aufgegeben. Eine Mitschülerin traf die Entscheidung, wieder zu ihrer Familie zu ziehen – einmal quer durch Deutschland in den hohen Norden.

Wenn mich Leute fragen, was ich am eindrücklichsten an der Ausbildung fand, sage ich deshalb: Wie viel sich bei mir und meinen MitschülerInnen verändert hat. Ja, diese Antwort beängstigt die Zuhörer manchmal. Aber es ist auch so: Es wurden die Dinge geändert, die auch auf lange Sicht keinen Bestand hatten. Nicht jeder löste seine Beziehung (ich nicht und ich habe auch es nicht vor ;)), nicht jeder kündigte seinen Job, um fortan nur noch als YogalehrerIn zu arbeiten. Aber in der Ausbildung kommt so viel hoch, was sonst verdrängt wird und nun angeschaut werden möchte (ich schreibe hier Präsens, denn ich denke, das ist in anderen YTT ebenso). Ignorieren wird UNMÖGLICH.

Ich hab viel darüber nachgedacht, wieso das so ist und erkläre mir das tatsächlich mit einem Wort aus Patanjalis Yoga Sutra: Satya – Wahrhaftigkeit. Es ist diese Wahrhaftigkeit, die du spürst, wenn 19 andere Seelen dasselbe lieben wie du, wenn du gemeinsam singst, schwitzt und an diesem magischen Ort, dem Flow, deine Zeit verbringst. Du spürst, da ist noch etwas anderes möglich, etwas, das mehr im Einklang mit dir und deinen Wünschen, deinem Herz ist. Diese Wahrhaftigkeit ist magisch und man kann nicht anders, als sie danach auch im eigenen Leben zu suchen. Wenn man Satya erfahren hat, können ungesunde Strukturen, einengende Partner und alles andere, was nicht mit uns übereinstimmt, nicht mehr aufrecht erhalten werden. Der Schmerz wird so groß, dass die notwendigen Schritte eingeleitet werden. Wie in diesem Zitat von Anaïs Nin:

“And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom.”

Das andere, sehr Besondere ist für mich immer noch, wie liebevoll, offen und inklusiv im Flow gelehrt wurde. Unsere LehrerInnen vermittelten uns das Gefühl, dass Yoga tatsächlich so viel mehr ist als perfekte Asanas und Ausrichtung (und wie ihr wisst, ist mir diese Botschaft immens wichtig). Unser Ausbilder Wade prägte den Satz „No yogi left behind“, der unsere Philosophie und auch das Zitat auf unserem Abschlusshirt wurde. 

Mein persönliches Fazit zum Yoga Teacher Training ist deshalb: Ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Wer mehr zu den Inhalten der Ausbildung erfahren und sich anmelden möchte, kann das hier tun: https://www.yogaflow-mannheim.de/get-the-flow-teacher-training-2/ Ich bin mir sicher, auch für die nächsten SchülerInnen wird es eine großartige Erfahrung werden. 🙂

Beitragsfoto: Lautlos Fotografie

2 Gedanken zu “No yogi left behind – Mein Fazit des Yoga Teacher Training im Flow Mannheim

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