Geld- und Spartipps für HedonistInnen

Wikipedia sagt zum Begriff Hedonismus:

Hedonismus (von altgriechisch ἡδονή, hēdonḗ, „Freude, Vergnügen, Lust, Genuss, sinnliche Begierde“;[1] Wortbildung mit dem Suffix -ismus) bezeichnet zumeist eine philosophische bzw. ethische Strömung, deren Grundthese lautet, dass einzig Lust bzw. Freude und die Vermeidung von Schmerz bzw. Leid intrinsisch oder final wertvoll sei(en). Im Gegensatz zu dem philosophischen Verständnis wird im alltagssprachlichen Gebrauch mit dem Begriff Hedonismus häufig eine nur an momentanen Genüssen orientierte egoistische Lebenseinstellung bezeichnet. In diesem Sinne wird der Begriff Hedonismus oft abwertend gebraucht und als Zeichen der Dekadenz interpretiert.

Erkennt ihr euch wieder? 🙂 Seid ihr auch HedonistInnen? Dann lacht ihr bestimmt auch herzlich über dieses wunderbare Gedicht von Goethe alias Barbara. 😀

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Quelle: @ich_bin_barbara

Dass ich Hedonistin bin, heißt für mich leider auch, dass ich eine überbordende, oftmals leichtsinnige Einstellung zu Spaß und Geld habe. Diese Sprüche könnten von mir sein:

  • „Ach was solls, gutes Essen ist mir mein Geld wert, lass uns zum Griechen gehen!“
  • „Oooooh, eine neue Limited Edition mit SO schönen Farben, die ist ja bald weg, brauch ich!“
  • „Wer weiß schon, ob ich morgen noch lebe, vielleicht werd ich heute Abend vom Bus überfahren, was bringen mir dann meine Ersparnisse?“

Gepaart mit dem Glaubenssatz über Geld, den ich lange hatte („Ich kann nicht mit Geld umgehen!“) ist das eine fatale Mischung, die dazu führt, dass ich oftmals am Ende des Monats im Minus war und zwar egal, wie viel ich verdiene. 😉 Eins hab ich inzwischen begriffen: Der Mensch passt sich wahnsinnig schnell an und an mehr Gehalt und mehr Luxus im Leben kann man sich rasant schnell gewöhnen. Ich arbeite seit drei Jahren und für Berufsanfänger ist es ganz normal, erstmal am Anfang den neuen Reichtum zu genießen und sich Sachen zu gönnen, die man sich bisher vorenthalten hat, hab ich mir so eingeredet. Für mich war das zum Beispiel ein Taschenbegleiter für knapp 180 Euro, mit meinem Namen reingestickt, einfach so, weil ich es konnte. 😛

Aber irgendwann plagte mich dann doch das schlechte Gewissen bzw. ich hab angefangen, langfristiger zu denken und ich stellte mich der Aufgabe, endlich mal was gebacken zu kriegen und meine Finanzen unter Kontrolle zu bekommen. Wenn du dich in meiner Beschreibung wiedergefunden hast, dann freu ich mich, dir weiterzuhelfen! 🙂

Tipp 1 Mach dir deine Glaubenssätze im Hinblick auf Geld bewusst

Glaubenssätze sind Einstellungen über uns selbst, die wir so verinnerlicht haben, dass wir überzeugt sind, dass sie stimmen und nicht mehr erkennen, dass sie lediglich in unserem Kopf existieren (und manchmal eben noch auf dem Konto ;)). Als ich mich zum ersten Mal mit meinen Glaubenssätzen über Geld auseinander setzte, war das ein totales Aha-Erlebnis. Inzwischen sag ich nicht mehr einfach „Ich kann nicht mit Geld umgehen“. Natürlich kann ich mit Geld umgehen, ich tu es ja (fast) jeden Tag! Damit übernehme einerseits Verantwortung für mein Tun, andererseits lasse ich es auch zu, endlich nicht mehr ständig pleite zu sein.

Coach und Autorin Talane Miedaner fasst es trocken zusammen:

Wenn Sie Ihren Glauben zum Thema Geld begrenzen, dann begrenzen Sie gleichzeitig Ihre finanziellen Möglichkeiten. (…) Indem Sie Ihre Gedanken zum Thema Geld nicht weiter beschränken, haben Sie schon den ersten Schritt auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit getan. Es ist nicht immer einfach, sich die eigene Meinung zu diesem Thema vor Augen zu führen. Aber anders geht es nun einmal nicht.

Zum Arbeiten an deinen Glaubenssätzen kann ich dir auch den Podcast „Wie du eine liebevolle Beziehung zu Geld entwickelst“ von Laura Seiler empfehlen. 🙂

Tipp 2 Überweise zu Monatsbeginn Geld auf anderes Konto

Praktischer Tipp Nr. 1, eigentlich ein No-Brainer und bestimmt der Tipp, der am häufigsten genutzt wird. Gleich zu Beginn des Monats oder wann auch immer das Geld reinkommt, etwas davon zur Seite legen bzw. auf ein anderes Konto überweisen. Wenn du ein Härtefall bist: Nimm am besten ein Konto, auf dass du nicht so schnell zugreifen kannst, wie ein Tagesgeldkonto.

Tipp 3 Spare auf etwas, was du wirklich willst!

Ich habs tatsächlich erst so richtig geschafft zu sparen, nachdem ich ein langfristiges Ziel hatte: Mein Yoga Teacher Training, welches im Schnitt 3.000 Euro kostet und für das ich konsequent gespart habe. Was macht dir das Sparen leichter, vielleicht eine tolle Urlaubsreise oder ein neues Sofa..? Such dir was und dann spar darauf. Das macht dann sogar fast schon Spaß und am Ende bist du stolz auf dich, wenn du es geschafft hast!

Tipp 4 Behalte mit einer App deine Ausgaben im Auge

Ich nutze die App Numbrs, um meine Ausgaben und meinen Kontostand im Blick zu behalten. So hab ich zumindest immer eine Übersicht darüber, was rausgeht und was reinkommt. Die App zeigt auch terminierte Zahlungen an, beispielsweise den Kontostand am Tag, an dem die Miete abgeht und gibt dir ein beruhigendes Gefühl, dass es noch nicht so weit ist und dass bis dahin vielleicht noch was reinkommen könnte. 😀

Außerdem sortiert sie die Ausgaben in Kategorien ein, sodass du siehst, welcher Bereich am meisten Geld frisst (bei allem, was nicht mit Bargeld bezahlt wurde natürlich). Früher hatte ich dafür auch eine Haushaltsapp, nutze ich aber inzwischen nicht mehr, aber auch das ist eine Möglichkeit.

Tipp 5 Führe das 6-Konten-Modell ein

Nachdem ich es geschafft habe, für mein Teacher Training zu sparen, starte ich mit dem 6-Konten-Modell. Das Modell ist ursprünglich von T. Harv Eker beschrieben, einen guten, ausführlichen Blogartikel findet ihr hier. Das Modell geht davon aus, dass man 50% seines Einkommens für laufende Kosten verwendet und den Rest auf 5 Konten aufteilt. Natürlich geht das nur, wenn euch 50% zum leben reichen! Ich empfehle also, zu gucken, wie viel man braucht und erst dann den Rest auf die anderen 5 Konten aufzuteilen. 😉

Die Konten sind:

  • 10% auf ein Konto für finanzielle Freiheit
  • 10% auf ein Spaß-Konto
  • 10% auf ein Rücklagen-Konto
  • 10% auf ein Konto für aus und Weiterbildung
  • 10% auf ein Spendenkonto

Das Schöne dabei ist nicht nur, dass man sich nebenher ein „Vermögen“ aufbauen kann, sondern auch, dass man völlig ohne schlechtes Gewissen Geld verpulvern, Workshops machen und Bücher kaufen („Weiterbildung“) und sogar geplant Geld spenden darf, also was zurückgibt von dem Reichtum, den man hat.

Für das 6 Konten Modell braucht man nicht unbedingt 6 physische Konten, man kann sich selbst auch Budgets einrichten. Dafür nutze ich ebenfalls die App Numbrs.

Tipp 6 Sonstiges..?

Soweit alle Tipps, die mir derzeit helfen. Weitere Ratschläge können sein: Unnötige Ausgaben identifizieren und verringern (zB Pizza selbst machen anstatt bestellen, Zeitschriften in der Bücherei lesen,…). Achja, Abos kündigen kann man hervorragend über Aboalarm! Kein Brief tippen mehr, schnell und sicher – ich liebe es. 😉

Außerdem empfiehlt es sich, weitere Einkommensquellen aufzutun, z. B. alte Klamotten über Kleiderkreisel verkaufen, zum Flohmarkt gehen, einen Shop mit Dingen aufmachen, die man herstellt.. Alles womit irgendwie Geld reinkommt, ist gut! Vielleicht könnt ihr das dann zusätzlich auf euer Sparkonto tun. Oder damit euren hedonistischen Lebensstil finanzieren. 😀

Mein Leben ist ein Abenteuer – Wie ich es schaffe, mehr Spannung in meinen Alltag zu bringen

Träumst du davon, deinem Alltag zu entfliehen und woanders zu sein? Lebst du für deine Urlaube und kannst mit deiner jetzigen Situation nicht so viel anfangen? Kommt es dir so vor, als sei dein Alltag grau und trist, dein Schreibtischjob langweilig und deine Stadt zu klein? Das kenn ich alles, aber ich hab’s überwunden. 🙂 Heute zeig ich dir, wie ich Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Dingen zur Lebensmaxime erkärt und damit mein Leben zu einem großen Abenteuer gemacht habe.

Es ist Ende Juni 2015. Ich bin auf dem Fusion-Festival in der Nähe der Mecklenburgischen Seenplatte und gehöre zu einer großen Gruppe aus etwa 30 Leuten. Nur meine Freundin Sophie kenne ich richtig, der Rest sind Freunde von ihr, die ich hier zum ersten Mal getroffen habe. Der erste offizielle Festival-Abend steht bevor und Sophie hat einen Wunsch: Sie möchte unbedingt zur Eröffnung der Tanzwüste mit Monolink gehen. Außer ihr kennt keiner der Anwesenden Monolink und keiner hat Lust. Ich schon. Ich mag Sophie und ich weiß, dass sie einen tollen Musikgeschmack hat und außerdem möchte ich sie begleiten, weil es ihr wichtig ist.
Also stapfen wir kurz vor 18 Uhr zur Tanzwüste und schauen uns Monolink an. Seine Musik gefällt mir sofort. Er spielt Gitarre und singt, aber es ist trotzdem elektronisch und total eingängig. I like! Auf einmal fängt es an zu regnen und wir verkriechen uns mit anderen Leuten unter einer großen Sitzbank. Es regnet richtig dicke, schwere Tropfen und wir werden trotz schützender Bretter über uns ziemlich nass. Doch plötzlich hört der Regen wieder auf. Wir laufen zurück zur Tanzfläche, die Sonne kommt raus und Monolink spielt ein Lied, was mir bis heute Gänsehaut bereitet: Burning Sun. ❤

Warum habe ich diese Geschichte gewählt, um das Thema zu starten? Diese Erinnerung markiert den Anfang eines Mindset-Wandels, der inzwischen Teil meiner Persönlichkeit geworden ist. Die Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem und Unbekanntem. Ich hab gelernt, mich auf Dinge einzulassen, ohne mich vorher erst davon zu überzeugen, dass ich sie mögen werde. Ich hab Vertrauen in Freunde, die Empfehlungen aussprechen. Ich fühle mich zu etwas hingezogen und probiere es dann einfach. Und größer gedacht: Ich hab Vertrauen ins Universum, das es mir die richtigen Möglichkeiten zur richtigen Zeit eröffnet.

Das ist deshalb besonders bemerkenswert, weil früher mein Credo war „Tu nichts, was du nicht willst“. Das sollte natürlich immer ein Grundsatz sein, damit man nicht auf einmal etwas macht, was einem Unbehagen bereitet oder langweilt. Es geht auch nicht darum, sich zu Dingen zu zwingen, die einem nicht gut vorkommen. Aber wenn man zu viel grübelt und Infos einholt, bevor man etwas tut, wie soll man sich denn da noch überraschen lassen? Im Endeffekt kann man so zu jemandem werden, der auf viele Dinge keine Lust hat, weil er oder sie meint, schon zu wissen was kommt.

Ich will anders sein: Ich bemühe mich, offen und aufgeschlossen durchs Leben zu gehen, jeden Tag ein bisschen mehr. Und zwar auch und gerade im Alltag, in meiner Stadt, in meiner gewohnten Umgebung. Diese Punkte helfen mir dabei und versuche ich umzusetzen:

Empfehlungen von Freunden oder anderen lieben Menschen annehmen (Bücher, Serien, Filme..) und Freunde begleiten, wenn sie irgendwohin möchten.
Natürlich sollte euer Geschmack irgendwie mit dem eurer Freunde kompatibel sein. 😀 Aber dann könnt ihr euch auch mal drauf einlassen, auch wenn sie beispielsweise etwas vorschlagen, was normalerweise nicht euer Ding ist.
Die meisten Menschen freuen sich unheimlich, wenn sie Empfehlungen aussprechen und diese auch angenommen werden. Ich hab mich so gefreut, zu Weihnachten sowohl meine Mama als auch meine quasi Stiefmama mit Yoga angesteckt zu haben, indem ich ihnen DVDs geschenkt habe. Sie benutzen sie und das macht mich so stolz! Damit tut ihr also euch selbst und dem Anderen einen großen Gefallen. 🙂

Nicht alles zerdenken und sich fragen, ob dies, das oder jenes was für mich ist. Spontaner und aus dem Bauch heraus zu entscheiden, auch wenn ich nicht alle Infos habe. Im ganz Kleinen kann das sein, einfach spontan einen Film zu gucken, ohne Trailer, nur basierend auf Hörensagen. Oder eine Serie, alle meine letzten Serien wurden spontan ausgesucht, weil ausschalten kann man ja immer noch! 😀 Im Großen kann das sein, in eine fremde Stadt zu fliegen, weil gerade die Tickets günstig sind, auch wenn man sich mit dieser Stadt noch gar nicht so wirklich auseinander gesetzt hat. Einfach mal ausprobieren! Und wenn es schlecht ausgeht, ist es hoffentlich trotzdem eine gute Geschichte. 🙂

Wenn das Universum mir eine Gelegenheit bietet, ergreife ich sie, so lange es sich richtig anfühlt. Das kann ein Job sein, eine Reise, … Wenn ich mich entscheiden muss und das auf Anhieb nicht kann, versuche ich, Zeichen des Universums zu erkennen. Zum Beispiel wollte ich dieses Jahr eine Yogareise machen, konnte mich aber nicht entscheiden. Das Haus, in das ich wollte, hatte nur zwei Termine, die in Frage kamen, aber keiner davon hat mich direkt überzeugt. Dann sah ich in den Insta Stories, dass sich Madeleine von dariadaria.com für einen der Termine angemeldet hatte (Festivalito) und hab das als Zeichen genommen, mich auch dort  anzumelden. 🙂 Danke, Madeleine und danke Universum! 😀

Ich lasse mich nicht zurückhalten, wenn ich irgendwohin möchte und kein anderer sich dafür interessiert. Dann geh ich alleine! Alleine zu Konzerten zu gehen beispielsweise macht total viel Spaß. Man kann ausgelassen tanzen und es interessiert keinen und danach verschwindet man einfach wieder oder hängt noch ein bisschen an der Bar rum. Die größte Unabhängigkeit – großartig, ich liebe es! 🙂

Ich halte die Augen offen z. B. nach Events, die ich cool finden könnte. Ich wette, auch dort, wo ihr wohnt, geht viel mehr, als ihr wisst. Ich liebe es, nach spannenden Terminen zu gucken und schreibe mir im Voraus alles im Kalender auf, was interessant klingt. So hab ich eine Art kleinen, persönlichen Eventkalender und Optionen, auch wenn ich dann nicht alles mache. 🙂
Schaut doch zum Beispiel mal bei Hey event vorbei, guckt, ob es eine Rausgegangen-Seite für eure Stadt gibt oder schaut in lokale Magazine mit Tipps. Oft gibt es auch günstige oder kostenlose Events! Man muss nur die Augen offen halten. (Meine Leidenschaft für diese Planung hat übrigens inzwischen dazu geführt, dass ich mit einer Freundin die Rausgegangen Karlsruhe Facebookseite betreue. Sowas kann also auch passieren. :D)

Ihr seht, im Prinzip geht es darum, Vertrauen in den Lauf der Dinge zu haben und sich überraschen zu lassen. Weil unser Leben nun mal auch aus Alltag besteht. Aber auch diesen Alltag können wir uns im Kleinen spannend und aufregend gestalten. Indem wir uns einfach selbst Raum geben, vom Leben  überrascht zu werden.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir Impulse gegeben, deinen Alltag auch mal wieder etwas explorativer und neugieriger auf gute Überraschungen zu gestalten. 🙂 Würde mich sehr freuen! ❤

 

 

Vorsätze sind doof! ..Oder doch nicht?

Als Expertin für gescheiterte Vorsätze hier meine Tipps, damit ihr nächstes Jahr nicht in derselben Falle landet: Wie man gute, motivierende Vorsätze findet, die einen nicht schon am ersten Januar stressen.

Eigentlich halte ich nichts mehr von Vorsätzen. Dieses klassische „An Weihnachten wird nochmal so richtig geschlemmt und dann ab Januar esse ich nur noch 1 Salatblatt am Tag“ hab ich schon lange überwunden – Ich hab gecheckt, dass das bei mir [und den meisten anderen Menschen, die ich kenne] nur zu Frustration und Selbsthass führt, da es eigentlich schon abzusehen ist, dass solche Vorsätze nicht eingehalten werden können. (Außer man verfügt über eine enorme Willenskraft. Wenn man diese Willenskraft hätte, würde man sich aber über die Festtage gar nicht erst so vermeintlich disziplinlos verhalten. ;))

Aber auch ich spüre die Magie des neuen Jahres. Alles auf Anfang, alles frisch, alles neu – Es fühlt sich an, wie eine kleine Chance, sich selbst noch einmal neu zu erfinden und was zu ändern. Und dieses Jahr kam in mir die Lust auf, mir mal wieder etwas vorzunehmen fürs neue Jahr. Aber: Diesmal muss es etwas sein, worauf ich mich freue. Und so gehe ich dabei vor. 🙂

Triff positive Aussagen

Beim Umsetzen von guten Vorsätzen habe ich irgendwann festgestellt, dass es mir sehr viel leichter fällt, mir gute Gewohnheiten anzutrainieren statt schlechte Gewohnheiten abzutrainieren. So hab ich mir dieses Jahr endlich angewöhnt regelmäßig Zahnseide zu benutzen. Oder manchmal vor der Arbeit laufen zu gehen. Ich hab mir hingegen nicht abgewöhnt, auch mal zwischendurch nen Tag auf der Couch abzuhängen und Serien zu gucken. 😉

Deshalb: Versuche immer, dir etwas positiv Besetztes vorzunehmen. Beispiel: Statt „Weniger Döner nach dem Feiern“ nimm dir vor „Nächstes Mal Falafel nach dem feiern!“. (Win-Win-Situation: Damit hast du nicht nur dir, sondern auch dem Tier was Gutes getan. :D)

Nimm dir was vor, was dir Spaß macht

Meine große Lust, mir was vorzunehmen kommt diesmal auch daher, dass typische Themen für Vorsätze inzwischen bei mir positiv besetzt sind. Das heißt, alles rund um Sport ist inzwischen weniger ein Überwindungsthema, sondern oftmals aufregend und spannend. Damit hab ich schon mal erreicht, dass ich das leidige Sportthema positiv besetzen kann. Konkret nehme ich mir fürs neue Jahr vor, mindestens einen Halbmarathon zu laufen. Außerdem möchte ich klettern lernen und mehr Kurse im Fitnessstudio ausprobieren.

Wenn du „noch nicht soweit bist“ und dir beispielsweise der Gedanke an Sport noch quälend vorkommt, frag dich: Gibts irgendwas an Sport da draußen, was dir gefällt? Vielleicht gehst du gerne schwimmen oder Rad fahren oder oder oder. Egal was, Hauptsache, es macht dir Spaß (okay, das war jetzt fast ein Werbeslogan! :D)!

Wenn du jemand bist, der sich immer viel vornimmt, fühlt sich das im ersten Moment vielleicht zu lasch an. „Wie, ich soll mir einfach nur vornehmen, einmal die Woche schwimmen zu gehen!? Nee nee, ich muss härter zu mir sein.“ Aber, und das ist der Unterschied: Wenn du Lust darauf hast, sind die Chancen tausendmal höher, dass du dann auch was davon umsetzt, als wenn du dir beispielsweise einfach nur vornimmst, drei Mal die Woche Sport zu machen (was sowieso zu unspezifisch wäre). Fang an, geh, beweg dich. Hauptsache du tust es. Der Rest kommt dann von allein. Wenn du dich einmal in Bewegung gesetzt hast, wirst du dich auch in anderen Bereichen bewegen. Und vielleicht bist du am Ende des Jahres viel sportlicher als du es zu Beginn gedacht hättest. Das Wichtigste ist nur: Fang an!

Challenge dich – aber auf ne nette Weise

Meine Kollegen fragten mich irgendwann im Laufe des Jahres, ob ich in der Halbmarathon- Staffel einige Monate später mitlaufen möchte. Ich wusste, das liegt noch in weiter Zukunft, ich bin auch schon alleine einen Halbmarathon gelaufen, das krieg ich hin. Als es dann soweit war und ich zu meinen 12 Kilometern antreten musste, war ich aber mal so gar nicht optimal trainiert und auch äußerst lustlos. 😀 Trotzdem wusste ich aus meiner Erfahrung – Ich kann das.

Und das macht für mich eine gute Challenge aus: Sich etwas vorzunehmen, bei dem man weiß, man kann es [prinzipiell]. Es erfordert nur ein bisschen Mut, aber es ist machbar.

Mir gab dieser 12 km-Lauf letztlich die Energie, insgesamt wieder viel öfter laufen zu gehen. Und diese Motivation entstand auch aus dem Stolz, dass ich da zugesagt und es dann durchgezogen hab, auch wenn ich nicht optimal vorbereitet war. Das Gefühl, mir selbst gegenüber ein Versprechen eingehalten zu haben und auch Recht gehabt zu haben, dass ich das kann, das war im Nachhinein wunderbar und genau das, was ich zu dem Zeitpunkt gebraucht habe.

Deshalb such dir ne Challenge, die dir ein bisschen Angst macht, aber auf die du auch Lust hast. Du wirst dich danach viel besser finden als zuvor. Du wirst stolz auf dich sein. Und dieser Stolz hilft dir dann, auch wieder andere Projekte anzugehen.

Lern was Neues – aber mach es nur für dich

Nimm dir vor, nächstes Jahr etwas Neues zu lernen, was dich schon immer interessiert hat. Aber: Es soll wirklich DICH interessieren und nichts sein, von dem du denkst, du solltest es nun endlich mal lernen. Französisch packt dich nun mal nicht, auch wenn du nahe der Grenze wohnst? Egal! Lern portugiesisch, wenn du darauf mehr Lust hast! Du brauchst jetzt nicht anfangen, dir mal wieder was vorzunehmen, was du schon ewig mit dir rumschleppst. Du lebst doch vor allem für dich selbst. 🙂 Lass den Gedanken gehen und freu dich darauf, diese Energie in was umzusetzen, das dir Spaß macht.

Unser Gehirn liebt es übrigens, neue Dinge zu lernen. Das macht ihm Freude und hält jung. 🙂 Und es hilft, falls du das Gefühl hast, dein Leben ist grade zu eintönig. Also: Such dir was aus, was du schon immer mal können wolltest und fang an. Guck mal, du hast die Zeit und die Ressourcen [hoffentlich], mach dein Leben reicher. Mach es spannender.

Und zu guter Letzt: Sei nicht böse, wenn du irgendwas nicht schaffst. Du machst das für dich, deine Vorsätze sind das Sahnehäubchen auf deinem Leben. Wenn dir dieses Leben nun mal dazwischenkommt – So what! Wie Samuel Beckett sagte:

Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better.

1 Motto für die Woche: Where your focus goes, energy flows

Gestern, am Sonntag, verbrachte ich den mindestens den halben Tag auf der Couch vorm Fernseher. Nachdem ich super ausgeschlafen hatte und frühstücken gewesen war, musste ich nämlich mein Versprechen einlösen und eine laaange Masterthesis Korrektur lesen. Und da ich es nicht einsehe, am Wochenende am Schreibtisch zu sitzen 😀 musste halt die Couch herhalten.

Mein Freund war auch zuhause und lies sich vom Fernseher berieseln. Während ich also so da saß und korrigierte wurde ich non-stop mit Bildern und Werbesendungen vollgeballert. Für den frühen Abend waren wir außerdem mit Freunden zum Pizza bestellen und SchleFaZ, Sharknado 4 (fragt nicht..), gucken verabredet.

An dieser Stelle eine Warnung: Guckt niemals, NIEMALS einen SchleFaZ oder einen Sharknado-Teil. Das brennt euch die Gehirnzellen weg! Echt!

Okay, der Tag ging also weiter mit schlechtem Fernsehen und zwischendurch zu viel Gelaber zweier alter weißer Männer scheinbar geistreichen Kommentaren. Nach dem Film war ich erstmal völlig durch. Vollgemampft mit leckerer Pizza, viele Gespräche um mich rum und im Fernsehen eine Handlung angesehen, die absolut null Sinn ergab. Aber okay, es war noch früh und ins Bett wollten wir immer noch nicht. Also nochmal ein bisschen Fernseh gucken.

Was läuft so am Sonntagabend? Polittalk, Dokus über Hitler, irgendwelche Filme, die schon angefangen hatten, schließlich blieben wir bei Krieg der Welten hängen. Ich mag den Film eigentlich ganz gerne. Die Farben sind toll, die Stimmung ist schön düster, ich hab ein Faible für Aliens und Raumschiffe. Aber da musste ich dann trotzdem an dieses Zitat denken, welches ich irgendwann die Woche in einem Podcast von Laura Malina Seiler gehört hatte:

Where your focus goes, energy flows

Am Ende dieses Tages spürte ich  ganz deutlich, was sie damit gemeint hatte. Ich hatte meinen Fokus mehrheitlich auf nervige, langweilige oder deprimierende Dinge gerichtet und es hatte mich im wahrsten Sinne des Wortes fertig gemacht. Ich konnte abends nicht mehr. Ich war durch. Und gut gelaunt war ich auch nicht, obwohl Freunde zu Besuch waren, die ich richtig, richtig gern mag.

Deshalb hab ich mir vorgenommen, diese Woche mehr darauf zu achten, was ich mir so reinziehe. Ich meine, ich hab ein Faible für düstere Inhalte, ich ziehe Krimiserien tausendmal schaler Comedy vor, lieber Orphan Black als How I met your mother, absolut, aber ich glaube, man muss da auch ein bisschen auf sich aufpassen. Grade wenn man rumzappt oder anders scheinbar ziellos seine Umgebung aufnimmt.

Denn: Wir haben fünf Sinne, fünf verschiedene, die wir alle unterbewusst und bewusst beeinflussen lassen können. Deshalb frag dich doch mal:

  • Mit welchen Inhalten lässt du dich berieseln, die eigentlich negativer Müll für dein Unterbewusstsein sind?
  • Welchen Leuten schenkst du Aufmerksamkeit, die eigentlich nur machen, dass du dich schlecht fühlst (sei es virtuell oder real)?
  • Wohin schweifen deine Gedanken ab, wenn du mal kurz Pause machst, worauf richtet sich dein Blick, was siehst du um dich rum? Was hörst du?

Wenn du den ganzen Tag negativen Input bekommst, sei es durch schlechte Nachrichten durch deine Push-App, sei es durch den kaputten Blumentopf auf deinem Fensterbrett, den du schon lange ersetzen wolltest oder durch Menschen, die dich beispielsweise mit ihrem scheinbar perfekten Aussehen deprimieren, dann kannst du nicht erwarten, dass deine Gedanken easypeasy positiv sind.

Also versuch mal die Woche etwas bewusster deinen Blick, deine Sinne auf schöne, positive und herzerwärmende Inhalte zu richten. Wenns dir nicht gut geht, hör dir deine Lieblingsmusik an. Kauf dir einen Blumenstrauß und erfreu dich daran. Ruf jemanden an, den du magst und der deinen Fokus, deine Energie wert ist. Tausch dich aus, gib dir selbst guten Input, richte deine Sinne auf schöne Dinge.

Ich hoffe, es hilft. 🙂 Ich versuche es diese Woche jedenfalls!
Und ich brauche ganz dringend wieder eine Serie, zappen ist ja furchtbar. 😀