1 Motto für die Woche: Where your focus goes, energy flows

Gestern, am Sonntag, verbrachte ich den mindestens den halben Tag auf der Couch vorm Fernseher. Nachdem ich super ausgeschlafen hatte und frühstücken gewesen war, musste ich nämlich mein Versprechen einlösen und eine laaange Masterthesis Korrektur lesen. Und da ich es nicht einsehe, am Wochenende am Schreibtisch zu sitzen 😀 musste halt die Couch herhalten.

Mein Freund war auch zuhause und lies sich vom Fernseher berieseln. Während ich also so da saß und korrigierte wurde ich non-stop mit Bildern und Werbesendungen vollgeballert. Für den frühen Abend waren wir außerdem mit Freunden zum Pizza bestellen und SchleFaZ, Sharknado 4 (fragt nicht..), gucken verabredet.

An dieser Stelle eine Warnung: Guckt niemals, NIEMALS einen SchleFaZ oder einen Sharknado-Teil. Das brennt euch die Gehirnzellen weg! Echt!

Okay, der Tag ging also weiter mit schlechtem Fernsehen und zwischendurch zu viel Gelaber zweier alter weißer Männer scheinbar geistreichen Kommentaren. Nach dem Film war ich erstmal völlig durch. Vollgemampft mit leckerer Pizza, viele Gespräche um mich rum und im Fernsehen eine Handlung angesehen, die absolut null Sinn ergab. Aber okay, es war noch früh und ins Bett wollten wir immer noch nicht. Also nochmal ein bisschen Fernseh gucken.

Was läuft so am Sonntagabend? Polittalk, Dokus über Hitler, irgendwelche Filme, die schon angefangen hatten, schließlich blieben wir bei Krieg der Welten hängen. Ich mag den Film eigentlich ganz gerne. Die Farben sind toll, die Stimmung ist schön düster, ich hab ein Faible für Aliens und Raumschiffe. Aber da musste ich dann trotzdem an dieses Zitat denken, welches ich irgendwann die Woche in einem Podcast von Laura Malina Seiler gehört hatte:

Where your focus goes, energy flows

Am Ende dieses Tages spürte ich  ganz deutlich, was sie damit gemeint hatte. Ich hatte meinen Fokus mehrheitlich auf nervige, langweilige oder deprimierende Dinge gerichtet und es hatte mich im wahrsten Sinne des Wortes fertig gemacht. Ich konnte abends nicht mehr. Ich war durch. Und gut gelaunt war ich auch nicht, obwohl Freunde zu Besuch waren, die ich richtig, richtig gern mag.

Deshalb hab ich mir vorgenommen, diese Woche mehr darauf zu achten, was ich mir so reinziehe. Ich meine, ich hab ein Faible für düstere Inhalte, ich ziehe Krimiserien tausendmal schaler Comedy vor, lieber Orphan Black als How I met your mother, absolut, aber ich glaube, man muss da auch ein bisschen auf sich aufpassen. Grade wenn man rumzappt oder anders scheinbar ziellos seine Umgebung aufnimmt.

Denn: Wir haben fünf Sinne, fünf verschiedene, die wir alle unterbewusst und bewusst beeinflussen lassen können. Deshalb frag dich doch mal:

  • Mit welchen Inhalten lässt du dich berieseln, die eigentlich negativer Müll für dein Unterbewusstsein sind?
  • Welchen Leuten schenkst du Aufmerksamkeit, die eigentlich nur machen, dass du dich schlecht fühlst (sei es virtuell oder real)?
  • Wohin schweifen deine Gedanken ab, wenn du mal kurz Pause machst, worauf richtet sich dein Blick, was siehst du um dich rum? Was hörst du?

Wenn du den ganzen Tag negativen Input bekommst, sei es durch schlechte Nachrichten durch deine Push-App, sei es durch den kaputten Blumentopf auf deinem Fensterbrett, den du schon lange ersetzen wolltest oder durch Menschen, die dich beispielsweise mit ihrem scheinbar perfekten Aussehen deprimieren, dann kannst du nicht erwarten, dass deine Gedanken easypeasy positiv sind.

Also versuch mal die Woche etwas bewusster deinen Blick, deine Sinne auf schöne, positive und herzerwärmende Inhalte zu richten. Wenns dir nicht gut geht, hör dir deine Lieblingsmusik an. Kauf dir einen Blumenstrauß und erfreu dich daran. Ruf jemanden an, den du magst und der deinen Fokus, deine Energie wert ist. Tausch dich aus, gib dir selbst guten Input, richte deine Sinne auf schöne Dinge.

Ich hoffe, es hilft. 🙂 Ich versuche es diese Woche jedenfalls!
Und ich brauche ganz dringend wieder eine Serie, zappen ist ja furchtbar. 😀

#instanerv

Ja, dieser Blog startet erstmal mit einem Rant! ;D

Instagram – für viele Menschen ist die App ein Weg, um Gleichgesinnte zu finden, sich auszutauschen und schöne Fotos zu zeigen. Und klar, inzwischen auch: Um Business zu machen. Aber: Es kann auch unglaublich nerven! Bzw. die Nutzer können nerven. Was mich unter anderem nervt? Das liest du jetzt.

Bereits Mitte 2013 hatte ich mich angemeldet und mir nach ein paar Monaten eine schöne Gemeinschaft an Leuten aufgebaut, die auch vegan essen, die mich zum Sport motivieren oder die einfach lustig und interessant sind. Ich war noch nie der Typ, der sich nur schöne Fotos anguckt, ich mag lieber was Interessantes lesen. Und: Ich mag es, dort wirklich Gleichgesinnte zu finden. Dann verliebte ich mich neu. Ich beendete meine alte Beziehung, mein Exfreund zog aus, mein Leben stand erstmal Kopf. Deshalb lag mein Instaprofil lange Zeit brach.

Irgendwann bewegte mein Leben sich wieder in ruhigeren Bahnen und ich hatte wieder mehr Zeit und Muße und Lust, meine Essensfotos zu posten. 😉 Gleichzeitig meldete ich mich bei iconosquare an, um zu checken, wer mir denn folgt und entfolgt.

JA, ich bin so neugierig. 🙂

Dadurch stellte ich eines fest: Es gibt sehr viele Leute, die einem zunächst folgen, einen dadurch anteasern, dir ihre Seite anzusehen und dann wieder entfolgen, sobald man ihnen folgt (oder auch schon zuvor). Meine Beobachtung: Oft sind das so Profile, die mehrere Tausend Follower haben, aber (noch) nicht den großen Durchbruch geschafft haben. Ganz klar: Diese Profile möchten dadurch ihre Reichweite vergrößern, indem sie dich auf sie aufmerksam machen und dann wieder löschen. (Weil: Manche finden es cool, selbst so wenigen Profilen zu folgen wie möglich.)

Mich hat das sehr genervt. Ich fand und finde das immer noch fake und ne richtig doofe Masche. Irgendwie so richtig unmöglich. Und das hab ich den Leuten, denen ich nach deren Folgen zurückfolgte, am Anfang auch geschrieben.  Ja wirklich. Ich schrieb sowas in der Art wie

Hey, ich hab keine Lust auf diese „Ich folge dir und entfolge dir dann wieder, sobald du mir folgst“- Spielchen. Deshalb lösche ich dich jetzt wieder. Machs gut.

Ja klar, jetzt könnte man sagen: Ach komm, Noemi, was regst du dich auf. So ist das halt. Normaaaal.

Ja, so ist es, das kann ich nicht ändern, stimmt. Was ich aber kann, ist, die Leute mal kurz zum Nachdenken zu bringen. Sich zu reflektieren, warum sie sowas machen – warum sie sowas nötig haben? Sich mal ganz kurz zu überlegen, ob ihnen das nicht auch zu doof ist. Ob sie nicht lieber wenige, aber dafür aufrichtig gefundene Follower haben möchten?

Die Reaktionen waren gemischt. Mir wurde geschrieben, Insta sei schuld, man habe mein Profil versehentlich gelöscht oder man dürfe nicht zu vielen Profilen folgen. Ich gebe zu: Das mag sein, da kenn ich mich nicht genug aus. Und: Nachtragend bin ich nicht, also wer mir dann wieder folgte und spannend war, dem folgte ich gern wieder zurück. 😉 Meistens bekam ich aber gar keine Antwort.

Was hab ich damit erreicht? Vielleicht oder sogar wahrscheinlich nichts. Außer einem Augenverdrehen bei der angeschriebenen Person. 😀  Aber das macht nichts. Ich wünsche mir eben, dass wir alle etwas aufrichtiger durchs Leben gehen. Auch bei sowas „Unwichtigem“ wie Instagram – Ich mag keine Profile, die solche Spielchen spielen. Nee. Ich möchte ehrliche, authentische Menschen in meiner Timeline sehen. Und da ist – ganz einfach- kein Platz für so einen Quatsch. ❤